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Über die lange Liste gesundheitlicher Risiken unseres täglichen Lebens informieren uns Medien aller Art oft mehr als wir möchten. Erstaunlicherweise wird ein riesiges Problem nach wie vor oft übersehen: der Schimmelpilz
In Millionen von Haushalten schädigt er Bewohner und Bausubstanz, seine Zerstörungskraft wird selbst von vielen Fachleuten immer noch bagatellisiert. Selbst bei offensichtlichen Warnzeichen wie Verfärbungen an den Wänden und starkem Geruch setzen viele Menschen noch auf einfachste Lösungen: Überstreichen oder mit Mittelchen aus dem Baumarkt.
Chemie allein bringt´s nicht
Im Baumarkt finden sich dubiose Chemiecocktails, die mit Glück keinen weiteren Schaden anrichten, aber mit Sicherheit keine Schimmelprobleme lösen. Bestenfalls wirkt die „Kompetenz light“ aus dem Baumarktregal als Placebo: Zur Beruhigung des Käufers.
Leider macht Schimmelpilzbefall ausgerechnet das Zuhause zu einem gefährlichen Ort. Viele Betroffene reagieren bei öffentlichen Gebäuden, Schulen, oder Sportstätten recht schnell auf eine potenzielle Gesundheitsgefährdung und fordern mit Recht eine schnelle und gründliche Sanierung. Anders in den eigenen vier Wänden. Hier werden Hinweise leicht verdrängt oder auch tatsächlich nicht wahrgenommen.
Von Natur aus toleriert der menschliche Organismus Schimmelpilze und Bakterien ohne auffallende Reaktionen. Aber das Pilzvorkommen in den meisten befallenen Gebäuden steigt unnormal an. Dadurch lassen sich vermehrt Wirkungen wie Infektionen, Vergiftungen und allergische Sensibilisierungen feststellen. Gerade Allergien Schnupfen, Jucken der Augen, Beschwerden beim Atmen und andere Symptome haben sich zu regelrechten Massenkrankheiten entwickelt. Jeder 10. Mensch, so ein aktuelles Ergebnis eines Allergologen-Kongresses in Aachen, ist bereits betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen liegt die Quote schon zwischen 30 bis 50 %.
Inzwischen ist es erwiesen, dass ein erhöhtes Pilzvorkommen als Folge erhöhter Raumfeuchte eine ganze Reihe schwerer Erkrankungen verursacht:
Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege,
Reizerscheinungen in den Augen und auf der Haut,
Erhöhte Infektanfälligkeit,
Chronische Erschöpfungszustände,
Allergien.
Ursache Tempo Ursache Komfort Ursache Bautechnik
Früher war, wenigstens in punkto Feuchteschäden, alles besser. Fenster und Kamine ließen viel Luft ein und auch wieder heraus, die Scheiben beschlugen Zeichen für zu viel Kondensat aber dafür nicht die Wände. Das Bauen selbst dauerte länger, Häuser hatten mehr Zeit, die Neubaufeuchte los zu werden. Heute kann und muss, schon aus Kostengründen, wesentlich schneller gebaut und bewohnt werden. Daher zieht die Schimmelproblematik von Anfang an mit ein.
Verstärkt wird sie automatisch durch den höheren Feuchtigkeitseintrag moderner Haushalte: Wo früher schon eine einzige Wasserleitung als Luxus galt, sind heute Bäder und Gästebäder, Küchen, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Saunen etc. ganz selbstverständlich.
Eine zusätzliche Belastung bilden Rohrbrüche, undichte Keller und Dächer; die gab es auch schon früher. Aber heute sind Bauteile in der Regel häufig nicht gut einsehbar, daher werden solche Schäden erst sehr spät bemerkt und oft zu spät behoben.
Auch bei kleinsten Anzeichen von Schimmelbildung sofort handeln!
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